Elektromobilität ist die Zukunft. Die Internationale Energieagentur (IEA) erwartet, dass Elektroautos und Plug-in-Hybride im Jahr 2030 weltweit einen Marktanteil von über 40 Prozent erreichen werden. LAPP ist ein starker Partner und bietet Infrastrukturbetreibern, Ladesäulen- und Fahrzeugherstellern nutzerfreundliche Ladekabel für den Ladevorgang an öffentlichen AC-Ladesäulen und an der Haushalts- oder Industriesteckdose. Für maximale Flexibilität im Produktionsprozess bieten wir auch unkonfektionierte Ladeleitungen als Meterware an. Diese eignen sich optimal für Wallboxhersteller und Konfektionäre, die individuelle Lösungen realisieren möchten – effizient, passgenau und in bewährter LAPP-Qualität.
Welche Anforderungen müssen Kabel und Leitungen für Elektrofahrzeuge erfüllen?
In der E-Mobilität müssen Leitungen und Kabel höchsten technischen Anforderungen gerecht werden – insbesondere im Bereich der Ladeinfrastruktur. Ob für Wallboxen, Ladesäulen oder Schnellladestationen: Die eingesetzten Kabel müssen nicht nur leistungsfähig, sondern auch besonders robust, sicher und langlebig sein.
Hohe Strombelastbarkeit
Für das Laden von Elektrofahrzeugen sind Kabel mit großem Querschnitt erforderlich. Diese Kabel sind notwendig, um hohe Ladeleistungen (AC und DC) sicher zu übertragen. Dies gilt insbesondere für Schnellladestationen, die Ladeleistungen von bis zu 350 kW bieten.
Witterungs- und UV-Beständigkeit
Viele Ladekabel werden im Außenbereich eingesetzt und müssen extremen Temperaturen, Feuchtigkeit und UV-Strahlung standhalten.
Mechanische Belastbarkeit
Kabel in der E-Mobilität sind häufigem Biegen, Ziehen und Überfahren ausgesetzt. Eine robuste Isolierung und hohe Flexibilität sind daher essenziell.
Sicherheitsstandards und Normen
Um maximale Sicherheit zu gewährleisten, müssen Kabel allen relevanten IEC- und EN-Produktanforderungen sowie weiteren internationalen Standards entsprechen.
Flammwidrigkeit und Helogenfreiheit
Für den Einsatz in öffentlichen Bereichen ist es wichtig, dass Kabel im Brandfall keine giftigen Gase freisetzen und schwer entflammbar sind.
Welche Ladebetriebsarten gibt es beim Laden von Elektroautos und wie unterscheiden sie sich?
Beim Laden von Elektroautos unterscheidet man vier standardisierte Ladebetriebsarten gemäß der internationalen Norm IEC 61851. Diese sogenannten „Modes“ definieren die Art der Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladeinfrastruktur sowie die Sicherheitsmechanismen beim Ladevorgang. Für Unternehmen, die Ladeinfrastruktur planen oder vertreiben, ist ein grundlegendes Verständnis dieser Betriebsarten essenziell.
- Anwendung: Mobile Ladekabel mit integrierter Schutzschaltung „In-Cable Control and Protection Device“ (IC-CPD).
- Merkmale: Laden an Haushalts- oder Industriesteckdosen mit zusätzlicher Sicherheitskommunikation über das Kabel.
- Vorteil: Höhere Sicherheit als Mode 1, flexibel einsetzbar.
- Anwendung: Standard im öffentlichen und halböffentlichen Bereich sowie in Unternehmen.
- Merkmale: Direkte Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladepunkt über ein fest installiertes Ladekabel oder eine Steckdose mit Typ-2-Anschluss.
- Vorteile: Hohe Ladeleistung, integrierte Sicherheitsfunktionen, Lastmanagement möglich.
- Anwendung: Schnellladestationen entlang von Autobahnen oder in Logistikzentren.
- Merkmale: Gleichstromladung mit externer Steuerung der Ladeleistung.
- Vorteile: Sehr kurze Ladezeiten, ideal für Flotten und Langstreckenfahrzeuge.
Neben den oben genannten Ladebetriebsarten gibt es außerdem den Mode 1 für das Laden an der Haushaltssteckdose ohne Ladeüberwachung und Schutzeinrichtungen. Aus Sicherheitsgründen ist dieser Mode in vielen Ländern nicht mehr zugelassen. Daher führt LAPP keine Mode 1 Produkte in seinem Portfolio.
Was ist der Unterschied zwischen AC- und DC-Ladekabel?
Beim Laden von Elektrofahrzeugen spielt die Wahl des richtigen Ladekabels eine zentrale Rolle – insbesondere im gewerblichen Umfeld. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen AC-Ladekabeln, die Wechselstrom verwenden, und DC-Ladekabeln, die Gleichstrom verwenden.
AC-Ladekabel (Wechselstrom)
DC-Ladekabel (Gleichstrom)
Warum sind unkonfektionierte Ladeleitungen ideal für Wallbox-Hersteller und Konfektionäre?
Unkonfektionierte Ladeleitungen bieten Wallbox-Herstellern und Konfektionären maximale Flexibilität und Effizienz in der Produktion. Sie ermöglichen eine individuelle Anpassung an spezifische Anforderungen – sei es in Bezug auf Kabellänge, Steckertyp oder technische Spezifikationen. Dadurch lassen sich maßgeschneiderte Ladelösungen für unterschiedliche Märkte und Anwendungen realisieren.
Gerade im stark wachsenden Markt der Elektromobilität sind modulare und skalierbare Lösungen entscheidend. Unkonfektionierte Ladeleitungen unterstützen eine agile Fertigung und ermöglichen es, auch kleinere Stückzahlen wirtschaftlich zu realisieren – ein klarer Wettbewerbsvorteil für Anbieter von Wallboxen und Ladelösungen.
Unsere unkonfektionierte Ladeleitung ÖLFLEX® CHARGE AC Ladekabel Mode 3 nach Bauart H07BZ5-F bildet die ideale Grundlage für zuverlässige und sichere Ladevorgänge in Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeugen. Die Meterware mit halogenfreiem und beständigem TMPU-Außenmantel erfüllt alle relevanten IEC- und EN-Produktanforderungen.
Ladelösungen für Privatpersonen – Einfach. Flexibel. Sicher.
Elektromobilität beginnt dort, wo Sie sind – zuhause, unterwegs oder im Alltag. Mit den Ladelösungen von LAPP laden Sie Ihr E-Auto sicher, komfortabel und flexibel, ganz nach Ihren Bedürfnissen. Ob in der Garage, auf dem Firmenparkplatz oder beim Wochenendausflug.
Unser Sortiment für Privatpersonen umfasst Ladekabel für Elektroautos in verschiedenen Varianten, Längen und Farben sowie mobile Ladegeräte für E-Autos. Mit unseren mobilen Ladelösungen laden Sie Elektrofahrzeuge flexibel an Haushaltssteckdosen oder Industriesteckdosen.