Kleinster Leiterquerschnitt
28 AWG ~ ca. 0,08 mm²
Unsere Anschluss- und Steuerleitungen fallen unter die Produktmarke ÖLFLEX® und stehen seit eh und je für Ölbeständigkeit und Flexibilität. Mit Anschlussleitungen stellen Sie die optimale Stromversorgung her; Steuerleitungen hingegen übertragen Signale zur Steuerung von Geräten und Maschinen. LAPP bietet Ihnen in diesem Produktsegment eine Kabelvielfalt, mit der Sie alle Einsatzmöglichkeiten abdecken können. Stöbern Sie durch das Portfolio: von einfachen, universell einsetzbaren Einzeladern bis hin zu mehradrigen Leitungen für spezifische Zwecke wie Roboter- oder Schleppketteneinsatz oder auch Solar- und Windkraft.
Eine Anschlussleitung
Denn: Ohne Power läuft nichts!
Anschlussleitungen werden auch Energieleitungen, Stromleitungen, Versorgungsleitungen oder Leistungskabel genannt.
Eine Anschlussleitung besitzt mindestens 1 und maximal 5 Adern. Eine mehr als 2-adrige Variante besteht meist aus einem Neutralleiter, einem Schutzleiter und ein bis drei stromführenden Außenleitern (Phasen, L1-L3), abhängig vom ein- oder dreiphasigen Wechselstrom.
Der Leiterquerschnitt ist in der Regel ≥ 0,5 mm², die einzelnen Adern sind farbkodiert gemäß VDE 0293-308/HD 308 (Ader-Ident-Code für farbkodierte Niederspannungskabel und -leitungen). LAPP bietet Ihnen Anschlussleitungen für den Niederspannungsbereich bis 1 kV und für den Mittelspannungsbereich bis 30 kV.
Eine Steuerleitung
Mit einer Steuerleitung wird die maschineninterne und anlagenübergreifende Verdrahtung zwischen elektrischen Geräten, Maschinen, Schalttafeln sowie Sensoren und Aktoren hergestellt.
Die Steuerleitung übermittelt simple Signale, die zum Steuern von Maschinen und deren Komponenten dienen. Die Signalempfänger führen anhand der Steuersignale eine Aktion aus.
Eine Steuerleitung kann 2 bis typischerweise 25, in selteneren Fällen auch bis 100 nummerierte Adern enthalten. Der Leiterquerschnitt liegt üblicherweise zwischen 0,5 mm² und 2,5 mm², kann aber je nach Anwendung auch bis 35 mm² betragen. Eine Steuerleitung sollte flexibel und platzsparend sein und möglichst geringe Biegeradien aufweisen.
Die meisten unserer Steuer- und Anschlussleitungen unterliegen der Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU des Europäischen Parlaments und des Rates für elektrische Betriebsmittel mit einer Nennspannung zwischen 50 und 1000 Volt (AC) und zwischen 75 und 1500 Volt (DC).
Anschluss- und Steuerleitungen werden oft in denselben Anwendungen verwendet, haben jedoch differierende Aufgaben. Während bei nachfolgender Abbildung die Anschlussleitung für die Stromversorgung des Maschinenschaltschranks sorgt, geben die Steuerleitungen auszuführende Befehle an die Maschine weiter.
Die Geschichte von LAPP beginnt mit einer ÖLFLEX® Leitung. Oskar LAPP erfindet im Jahr 1957 die erste industriell gefertigte Leitung- eine flexible Steuerleitung mit farbkodierten Adern.
Bis zu diesem Zeitpunkt gab es keine Leitungen, die man auch als ummantelte Bündelung mehrerer isolierter Leiter bezeichnen könnte. Zuvor wurden Adern noch mühsam und einzeln in schützende Schläuche eingezogen.
Mit den ölbeständigen und flexiblen ÖLFLEX®-Leitungen von LAPP fand eine bedeutende industrielle Wendung statt.
Seitdem gilt die Marke ÖLFLEX® als Synonym für Anschluss- und Steuerleitungen von LAPP.
Heute wie damals erfüllen ÖLFLEX®-Leitungen höchste Ansprüche und halten selbst widrigsten Bedingungen stand. Inzwischen werden unter ÖLFLEX® verschiedene Produktfamilien vereint.
Elektromotoren, Schaltschränke und Anschlussleitungen können durch entstehende elektromagnetische Felder störenden Einfluss auf Steuerleitungen und Datenkabel ausüben.
Als effektive Gegenmaßnahme helfen Kupferabschirmgeflechte unter dem Außenmantel von Anschluss-, Steuer- und Datenleitungen. Sie schirmen die Störfelder in
beide Richtungen ab- vorausgesetzt, die elektromagnetischen Störungen können durch ein geeignetes Erdungskonzept in die Erde abgeleitet werden.
Entscheiden Sie, abhängig von Ihrem Anwendungsfall, ob Ihre Anschluss- und Steuerleitungen geschirmt sein sollten und damit elektromagnetisch verträglich werden.
Anschluss- und Steuerleitungen müssen vielen mechanischen Einflüssen wie Ziehen, Biegen, Abrieb, Schneiden, Torsion oder Druck standhalten. Von ihnen wird oft auch eine besondere chemische Beständigkeit, eine erweiterte Temperaturbeständigkeit und bei Verwendung im Freien selbstverständlich auch eine UV- und Witterungsbeständigkeit erwartet.
Sie finden nahezu überall Anwendung: Im Maschinen- und Anlagenbau, in der Mess-, Regel- und Heiztechnik, in Windkraft- und Photovoltaikanlagen, in öffentlichen Gebäuden, Flughäfen, Bahnhöfen, aber auch in der Medizintechnik, in der chemischen Industrie, der Lebensmittelindustrie, im Baumaschinenbau, der Bühnentechnik, in mobilen Elektrogeräten und viele andere mehr.
Die Aderanzahl, der Leiterquerschnitt, das Grundmaterial von Aderisolation und Außenmantel, aber auch der Leitungsaufbau (Schichten, Abschirmung und Verseilung) sowie die erworbenen Zertifizierungen bestimmen schlussendlich
einer Leitung.
Beachten Sie bei der Auswahl von Kabeln und Leitungen stets die geltenden Normen und Richtlinien. Folgen Sie den Anweisungen der internationalen Norm DIN EN 60204-1:2019-06. Diese regelt die Sicherheit sowie die elektrische Ausrüstung von Maschinen und definiert in Teil 1 die Anforderungen an Kabel und Leitungen und deren Einsatzbedingungen. Prüfen Sie darüber hinaus, ob eine spezifische Produktnorm mit anderen/erweiterten Anforderungen für Sie existiert, die Vorrang hat. Dies könnten zum Beispiel die Anwendungshinweise der IEC-Publikation 62440:2008 für elektrische Kabel mit Nennspannungen bis 450/750 V sein.
Die Nennspannung ist die Bezugsspannung, für die Kabel und Leitungen konstruiert und geprüft sind. Sie wird durch das Verhältnis U0/U in Volt ausgedrückt; hierbei ist: